häufige Fragen
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Die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist stets eine tragende, vertrauensvolle Beziehung. Das persönliche Erstgespräch dient daher primär dem gegenseitigen Kennenlernen. Dabei sollten Sie den Eindruck bekommen, dass Ihr Anliegen und Ihre Wünsche, aber auch mögliche Befürchtungen und Ängste von mir gehört und verstanden werden. In unserem Erstgespräch werden wir gemeinsam den Auftrag klären. Oftmals ist das Anliegen zu Beginn noch diffus und schwer greifbar oder die Ziele und Vorstellungen der beteiligten Personen unterscheiden sich. In solchen Fällen arbeiten wir zunächst daran, Klarheit und ein gemeinsames Verständnis für den Auftrag zu schaffen. Dieser Prozess kann zeitintensiv und herausfordernd sein, doch er bildet das Fundament unserer Zusammenarbeit und ist daher entscheidend für den weiteren Verlauf und Erfolg der Therapie.
Nachdem Sie sich einen ersten Eindruck von mir, dem Setting und der möglichen Arbeitsweise gemacht haben, haben alle Beteiligten nochmal Zeit zu entscheiden, ob die „Chemie stimmt“ und eine Zusammenarbeit infrage kommt.
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Jeder Therapie- und Beratungsprozess ist für mich so einzigartig wie die Menschen, die zu mir kommen. Ihr Anliegen gibt die Richtung vor, denn ich glaube fest daran, dass jede Person die Lösung für ihre Herausforderungen bereits in sich trägt und nur den Zugang dazu wiederfinden muss. Mein Job sehe ich darin, das Wesentliche der Themen zu fokussieren und neue Wege aufzuzeigen. Dabei hinterfrage ich gewohnte Muster und Verhaltensweisen und integriere körperorientierte Methoden in den Therapieprozess. Ich stelle viele Fragen, was vielleicht zunächst ungewohnt und etwas irritierend sein kann. Die Therapie findet sowohl im Sitzen in Stühlen sowie in Bewegung im Raum statt.
Die wirklichen Veränderungen geschehen jedoch nicht während der Sitzungen, sondern im Alltag. Daher biete ich Experimente und Übungen für Zuhause an, um den Transfer in den Beziehungsalltag zu fördern.
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Der Therapie- oder Beratungsprozess orientiert sich an Ihrem Anliegen und kann dementsprechend unterschiedlich lang verlaufen. Manchmal genügen schon wenige Sitzungen, um die Situation besser zu verstehen und Neues auszuprobieren. In anderen Fällen, in denen sich gewissen Routinen und Muster etabliert haben, die das Problem verfestigen, bedarf es mehr Zeit. Ich erachte es deshalb als unseriös, Ihnen vorab eine Anzahl an notwendigen Sitzungen zu nennen. In der Regel berichten Klient*innen jedoch nach etwa 3-5 Sitzungen von den ersten wahrnehmbaren Verbesserungen. Sollte keine erhoffte Veränderung eintreten, bietet mein Angebot möglicherweise nicht das richtige Setting, es ist nicht die richtige Zeit oder die Beziehungsebene trägt nicht. Um dem vorzubeugen, wird es im Lauf der Therapie mehrfach die Möglichkeit einer Standortbestimmung geben.
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Sollten Sie einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, bitte ich Sie, diesen mindestens 2 Arbeitstage vorher per E-Mail abzusagen. Bitte hinterlassen Sie keine telefonische Absage als Nachricht auf meiner Mailbox.
Wenn Sie kurzfristiger absagen oder nicht zur Sitzung erscheinen, bedeutet das für mich einen Verdienstausfall, weil Termine in der Regel nicht so schnell nachbesetzt werden können. Deshalb bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich bei kurzfristigeren Absagen oder nicht wahrgenommenen Terminen das volle Honorar berechne.
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Das Einzel-Setting ist geeignet, wenn Sie derzeit in keiner Beziehung leben oder Ihre Partnerin oder Ihr Partner aus beruflichen oder organisatorischen Gründen nicht regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen kann. Auch wenn Sie sich unabhängig von Ihrer Beziehung mit Fragen zur eigenen Sexualität beschäftigen möchten, ist das Einzel-Setting sinnvoll. Allerdings sind die Möglichkeiten im Einzel-Setting begrenzt, wenn es um Ihre Paardynamik geht, da die Sichtweise der nicht anwesenden Person fehlt. Das Paar- oder Mehrpersonen-Setting empfiehlt sich, wenn alle Beteiligten bereit sind, ausreichend Zeit und Energie in die Therapie fließen zu lassen.
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Ob eine sogenannte sexuelle Störung oder ein Beziehungskonflikt als Beeinträchtigung des eigenen Erlebens und Verhaltens wahrgenommen wird, variiert von Mensch zu Mensch. Entscheidend ist hierbei stets das subjektive Empfinden und der persönliche Leidensdruck. Erfahrungsgemäß lässt sich sagen, dass eine Symptomatik, die bereits seit 6 Monaten oder länger anhält nicht von alleine einfach verschwindet.
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Sexualität und das psychische Erleben sind eng mit dem Körper verbunden. Deshalb begleite ich Sie dabei, Ihre körperlichen Empfindungen genauer wahrzunehmen und zu verstehen. Ich zeige Ihnen, wie Sie durch bewusste Atmung, Bewegungen und Stimmausdruck Ihre Lebendigkeit und Ihr sexuelles Erleben positiv beeinflussen können. Dabei lenke ich Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf verkörperte Zustände, ohne die Kategorien von „richtig“ oder „falsch“ zu bedienen. Vielmehr geht es mir darum, diese verkörperten Zustände bewusst zu machen und zu erforschen.
In meinen Therapiesitzungen gibt es keine Nacktheit oder sexuellen Berührungen und Praktiken.
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Wenn es für Sie nicht möglich sein sollte in die Praxis zu kommen, kann ich Ihnen auch eine Online-Sitzung anbieten. Der Ort beeinflusst immer auch das Erleben. Gerade für das Kennenlernen, die Körperarbeit und die Etablierung einer tragfähigen Arbeitsbeziehung bevorzuge ich deshalb Treffen in Präsenz.
Bitte prüfen Sie vor dem Termin, ob die Internetverbindung stabil ist und Ihr Computer über die technisch notwendigen Voraussetzungen verfügt (Kamera, Mikrofon, Lautsprecher). Während des Termins sollten Sie ungestört sein, d.h. niemand sollte Sie unterbrechen können. Nach dem Termin empfiehlt es sich noch genügend Zeit zum Nachspüren und Integrieren einzuplanen.
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Eine Sexual- oder Paartherapie ersetzt keine Psychotherapie. Der Erfolg einer Therapie hängt maßgeblich von der Bereitschaft aller beteiligten Personen ab, sich mit dem Anliegen auseinanderzusetzen. Ihre psychische Stabilität ist dabei eine notwendige Ressource. Sollten Sie sich aktuell in Einzelpsychotherapie befinden, klären Sie bitte mit Ihrem Psychotherapeuten bzw. Ihrer Psychotherapeutin ab, ob eine weitere Therapie momentan sinnvoll ist. Außerdem sollten keine außergewöhnlichen Veränderungen oder großen Umbrüche anstehen ( wie z.B. ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik, Schwangerschaft, Geburt, Weltreise etc.).